WLAN in Unterkünften Geflüchteter

Es war einmal ……

eine Freifunk-Initiative, wo der Gedanke der gemeinsamen Nutzung von Internet-Zugängen eine Infrastruktur geschaffen hat, welche öffentliche WLAN-Nutzung möglich machte.
https://berlin.freifunk.net/

Dazu kam ……

die gesellschaftliche Verantwortung, Neubürgern aus anderen Weltteilen mit besseren Digitalisierungs-Erfahrungen als im deutschen Breitband-Ausbau die Integration zu ermöglichen.
https://www.youtube.com/watch?v=T-E7JR4YE4w&list=PL-RTMlItZDjYo6H483YXqVcgyCzXs4lmn&t=9s&index=1
Die oben genannte Initiative nahm sich der Sache an:
https://wiki.freifunk.net/Berlin:Refugees

Weiterhin ……

entstanden Unterkünfte sehr oft in Regionen, wo die Breitband-Versorgung per Kabel nur in zweifelhafter Fülle möglich war. Daher mussten wir oft die letzte Meile per gerichtetem WLAN überbrücken. Dazu wurde der spendende Anschluss in versorgten Regionen angemietet und dann über die Dächer verfunkt. Die Erfahrungen der Freifunker beim Aufbau einer Backbone über Berlin kamen uns hier zu gute.

Drei Jahre später ……

übernahmen dann die Behörden Ihre Verantwortung für die Kommunikationsmittel von und mit der Initiative. Hintergrund war die Tatsache, das die Mittel der Freifunker auch dem ursprünglichen Zweck dienen sollten und die Haftung  in offenen Netzen von Privatpersonen gesetzlich angepasst wurde. Für die Betreiber von Unterkünften war die Haftungsübernahme aber sehr wichtig, besonders wenn Gruppen von 500 Nutzern oder mehr in einem WLAN verbunden sind. Auch die Anforderungen an die Wartung erforderte eine Professionalisierung, denn größere Personengruppen, die Online-Deutschkurse benutzen, Ihre Wohnungen und Arbeitsplätze über das Internet suchen benötigen stabile Verbindungen, die von Freiwilligen nicht mehr erbracht werden können.

Der Aufbau ……

erfolgte 2017 in einem Projekt „Willkommenskultur in Nachbarschaftshäusern“. Es wurden Server angemietet, Software auf den Servern und für die Endgeräte entwickelt und ein komplettes Betreuungssystem wurde mit einigen Unterkunfts-Betreibern aufgebaut. Dabei stand uns der Senat von Berlin mit finanziellen und logistischen Mitteln zur Seite. Auch wurden mehrere Unterkünfte mit bis zu 300 Bewohnern als Pilotprojekte mit einer Ausstattung versehen, bei der in jedem von Bewohnern genutzten Raum ein durchgehendes WLAN zur Verfügung stand.

Der Betrieb ……

wurde seit dem 1.1.2018 aufgenommen. Das Konzept sieht vor, das zwei Entwickler aus Freifunk-Aktivisten eine Zentrale aufbauen, von der Online alle System-Unterkünfte per Fernwartung erreicht werden können. Da in jeder Unterkunft ein IT-Beauftragter vorhanden ist wird hier in kooperativer Zusammenarbeit zwischen dem Senat von Berlin, dem LAF (Landesamt für Flüchtlingsfragen), dem BIM (Berliner Immobilien-Management GmbH), dem LFG (Landesbetrieb für Gebäudebewirtschaftung Berlin) sowie Unterkunfts-Betreibern aus dem Bereich der freien Träger mit der Support-Zentrale die WLAN-Versorgung gesichert.
Diese Spezialisten erstellen die Versorgungs-Konzepte für die betroffenen Verwaltungsstellen und nehmen die Anlage nach den Installationen durch die gewerblichen Partner in Betrieb und sorgen für die Ausbildung der IT-Beauftragten der Unterkunfts-Betreiber.

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